Oversættelse af kulturemer i tyske film tekstet til dansk: En balancegang

Pernille Junge Jakobsen

Student thesis: Master thesis

Abstract

Das Untertiteln von Filmen bedeutet Begrenzungen beim Übersetzen, da nur eine gewisse Anzahl Anschläge zur Verfügung stehen, da die geforderte Exponierungszeit der Untertitel eingehalten werden muss, und da die Untertitel dem Rhythmus des Schneidens angepasst werden müssen. Die Rahmen des Untertitelns können jedoch auch eine Hilfe beim Übersetzen darstellen, indem die verschiedenen semiotischen Kanäle den Inhalt des Ausgangstextes teilweise vermitteln können und so zu einer eventuell erforderlichen Kondensierung ohne wesentlichen Inhaltsverlust beitragen können. Kultureme sind Begriffe der Kultur der Ausgangssprache, die nicht einen Teil der Kultur der Zielsprache sind und deshalb auch nicht einen Teil der Zielsprache sind; sie sind sogenannte Lücken der Zielsprache im Vergleich zur Ausgangssprache. Der denotative und konnotative Inhalt von Kulturemen ist den Empfängern des Zieltextes oft unbekannt, und sie erfordern deshalb manchmal eine Erklärung, so dass ihr Inhalt den Zieltextempfängern vermittelt wird. Wenn Kultureme in Untertiteln berücksichtigt werden müssen, ist der Übersetzer gespalten zwischen den unabdingbaren Begrenzungen des Untertitelns und der Anforderung, ein Kulturem so genau wie möglich wiederzugeben, um das Ziel des Untertitelns gemäß Bernbom zu erfüllen: „den Zieltextempfängern das gleiche Erlebnis wie das Erlebnis der Ausgangstextempfänger zu vermitteln“. Der/die ÜbersetzerIn balanciert sozusagen zwischen den Begrenzungen des Untertitelns und den Anforderungen des Übersetzens von Kulturemen, wenn er/sie das Ziel des Untertitelns erfüllen will. Für meine Analyse der Strategien zum Untertiteln von Kulturemen habe ich sämtliche Kultureme in den deutschen Filmen Das Leben der Anderen, Der Untergang und Goodbye Lenin nach den Strategien von Werner Koller für die Übersetzung von Kulturemen eingeteilt. Bei diesem Vorgang musste ich feststellen, dass Kollers Theorie zur Übersetzung von Kulturemen für das Untertiteln von Kulturemen hilfreich aber nicht ganz ausreichend ist. Deshalb habe ich im Rahmen meiner Analyse drei neue Strategien hinzugefügt, und zwar Auslassung, Umformulierung und Neutralisierung. Außerdem habe ich festgestellt, dass viele Kultureme in den Filmen auch unter den Zieltextempfängern schon so bekannt waren, dass sie nicht mehr als echte Kultureme klassifiziert werden sollten. Ich habe sie stattdessen als „allgemeine Kultureme“ klassifiziert, und sie bei meiner Analyse ausgelassen, da sie beim Untertiteln von Filmen keine Herausforderung darstellen. Nach meiner Analyse der Strategien zum Untertiteln von Kulturemen in den drei deutschen Filmen stellte ich fest, dass die denotative Bedeutung der Kultureme den Zieltextempfängern in den meisten Fällen vermittelt wird, obwohl es einige Ausnahmen gibt. Der häufigste Effekt bei der Anwendung der verschiedenen Strategien zum Untertiteln von Kulturemen war aber meiner Analyse nach, dass die konnotative Bedeutung der Kultureme den Zieltextempfänger nicht erreichte, weil die Begrenzungen beim Untertiteln die Weitergabe der Konnotationen nicht zulassen. Ob die Zieltextempfänger dadurch einem Filmerlebnis zugeführt werden, das wesentlich von dem Filmerlebnis der Ausgangstextempfänger abweicht, hängt jedoch von dem einzelnen Kulturem, dem Inhalt der Replik, dem Inhalt der sonstigen semiotischen Kanäle, dem Kontext und dem Hintergrundwissen der Zieltextempfänger über die Kultur der Ausgangssprache ab. Ich musste feststellen, dass das Ziel des Untertitelns ”den Zieltextempfängern das gleiche Erlebnis wie das Erlebnis der Ausgangstextempfänger weiterzugeben” nicht vollständig erfüllt werden konnte.

EducationsMA in International Business Communication (Intercultural Marketing), (Graduate Programme) Final Thesis
LanguageDanish
Publication date2009
Number of pages115