Studieren in Fernost: En analyse af situationen for de videregående uddannelsesinstitutioner i Østtyskland set i lyset af den demografiske udvikling

Morten Olsen

Student thesis: Master thesis

Abstract

In den kommenden Jahren stehen die ostdeutschen Universitäten und Hochschulen vor einer ernsthaften Herausforderung. Die demografische Entwicklung sorgt dafür, dass in nächster Zukunft weniger StudienbewerberInnen in den neuen Bundesländern zu finden sein werden. Gleichzeitig sieht es aber danach aus, dass die westdeutschen Studienorte überfüllt sein werden und deshalb ist es von großer Bedeutung, dass studienberechtigte Jugendliche aus dem Westen die Möglichkeit wahrnehmen in den Osten zu gehen. Bisher haben die westdeutschen StudienbewerberInnen kein großes Interesse daran gezeigt. Das Problem besteht vor allem darin, dass das Verhältnis zwischen Ost und West von gegenseitigen Vorurteilen und Missverständnissen geprägt ist. Fokus dieser Magisterarbeit ist einerseits die Hintergründe für die Mentalitätsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen aufzudecken und andererseits zu analysieren, welche Maßnahmen seitens der Universitäten und Hochschulen notwendig sind um die Folgen der demografischen Lage zu reduzieren. Im ersten Teil werden Statistiken verwendet, die belegen sollen, wie die Ost- und Westdeutschen einander beurteilen sowie Statistiken und Studien, wo es sich um die Identifikation mit der DDR, der BRD und Ost/Westdeutschland nach der Wiedervereinigung handelt. Diese werden dann anhand verschiedener Hypothesen analysiert, damit man eine Vorstellung davon bekommt, wie die Mentalitätsunterschiede und Vorurteile entstanden sind. Danach wird über die Hauptpunkte im „Hochschulpakt 2020“ berichtet. Dieser Pakt ist eine Vereinbarung zwischen Bund und Ländern, in dem eine Einigung festgehalten wird, wie die Herausforderungen in den kommenden Jahren bewältigt werden sollen und wie die finanziellen Mittel aus dem Bundeshaushalt auf die Länder verteilt werden sollen. Um die Einstellung der Jugendlichen zum Studieren im Osten zu belegen, werden Statistiken verwendet. Danach werden die Marketingstrategien der ostdeutschen Universitäten und Hochschulen untersucht. Hier zeigt sich, dass es unterschiedliche Einstellungen zu den Problemen gibt, und dass sie vielleicht auch gerade deshalb auf verschiedener Weise von den einzelnen Institutionen aufgefasst und realisiert werden. Es folgt dann eine Beschreibung der Kampagne mit dem ironischen Titel „Studieren in Fernost“, die eine Gemeinschaftsaktion der fünf ostdeutschen Bundesländer ist. Nachfolgend wird eine kritische Diskursanalyse nach der Theorie von Norman Fairclough sowohl von der Kampagne als auch von der Homepage der Universität Leipzig durchgeführt. Dabei geht es darum zu untersuchen, worin die Unterschiede zwischen der Werbung der Universitäten und der der Kampagne bestehen, denn nach der Meinung von Fairclough sind Veränderungen und Innovation in der diskursiven Praxis notwendig, um auch Veränderungen in der sozialen Praxis herbeizuführen. Laut der Analyse trägt „Studieren in Fernost“ mit seiner untraditionellen Art und Weise, die Ost/Westproblematik und Studienwerbung zu kombinieren möglicherweise dazu bei, die notwendigen Veränderungen einzuleiten. Obwohl „Studieren in Fernost“ die größte Aktion ist, gibt es auch viele andere Initiativen der ostdeutschen Bundesländer und Universitäten. Einige dieser Initiativen werden nach der Diskursanalyse erläutert. Es dreht sich hier sowohl um ökonomische Vorteile, die man als neuer Student/neue Studentin erreichen kann als auch um günstige Pauschalreisen für interessierte StudienbewerberInnen aus dem Westen. Einige Universitäten haben für einmalige Studienangebote gesorgt, z.B. bieten sie Kombinationsmöglichkeiten an, die sonst nirgendwo zu finden sind. Dies ist bisher ein großer Erfolg gewesen. Schließlich scheint es wichtig, dass die StudienbewerberInnen auf verständlicher Art und Weise die richtigen Informationen z.B. von StudentInnen der respektiven Universität bekommen.

EducationsMA in International Business Communication (Intercultural Marketing), (Graduate Programme) Final Thesis
LanguageDanish
Publication date2010
Number of pages59