Regionale og kulturelle forskelle mellem Nord- og Sydtyskland - et dansk perspektiv: Interkulturelle forskelle mellem Danmark og Tyskland med fokus på Nord- og Sydtyskland

Louise Dahl Nielsen

Student thesis: Master thesis

Abstract

Die vorliegende Masterarbeit trägt den Titel: Regionale und kulturelle Unterschiede zwischen Nordund Süddeutschland aus dänischer Sicht. Das Ziel dieser Arbeit ist durch eine empirische Untersuchung herauszufinden, wie Dänen Unterschiede zwischen Nord- und Süddeutschland. Die Arbeit beschäftigt sich mit folgender Problemstellung:

Welche regionalen und kulturellen Unterschiede zwischen Nord- und Süddeutsch sind vorhanden, und wie werden Unterschiede von Dänen wahrgenommen?

Kultur ist ein komplexer Begriff und sie spielt eine zentrale Rolle in interkulturellen Kommunikationssituationen. Das kulturtheoretische Fundament dieser Masterarbeit bezieht sich überwiegend auf Material von Iben Jensen, Kirsten Hastrup, Elisabeth Plum, Geert Hofstede, Alexander Thomas, Sylvia Schroll-Machl und Jean-Claude Usunier und Björn Walliser. Der Fokus richtet sich hierbei auf den komplexen Kulturbegriff nach Iben Jensen.

In der bisherigen Forschung wird primär nur auf dänisch-deutsche Relationen fokussiert und Informationen über nord- und süddeutsche Unterschiede sind spärlich. In der Bemühung meine Problemstellung zu beantworten, habe ich eine explorative Untersuchung durchgeführt, die in acht verschiedenen kulturprägenden Elementen auf Basis des Individuums eingeteilt ist:
Organisation, Sprache, Gruppe (Region), Religion, Ausbildung, Profession, Familie, Geschlecht

Die oben genannten Elemente dienen als Grundlage für die Erarbeitung meines Interviewguides mit der übergeordnete Forschungsfrage: Nehmen Dänen Mentalitätsunterschiede zwischen Nord- und Süddeutschen wahr?
- Wie wird die Nord- und Süddeutsche Arbeitsstruktur von Dänen erfasst?
- Welche Rolle spielt die Sprache in beruflichen Beziehungen zwischen Dänen und Norddeutschen bzw. Dänen und Süddeutschen?
- Inwiefern identifizieren Nord- und Süddeutsche sich mit ihrer Region?
- Welcher Einfluss hat die Religion?
- Wie viel bedeutet die Ausbildung für einen Nord- bzw. Süddeutschen?
- Welche Bedeutung hat die Arbeit für einen Norddeutschen und einen Süddeutschen?
- Wie balancieren die Nord- und Süddeutschen Arbeit und Familienleben?
- Wie werden Geschlechterrollen in Nord- und Süddeutschland wahrgenommen?


In meiner Untersuchung bin ich von dem hermeneutischen Gedanken beeinflusst, was bedeutet, dass mein Verständnis und meine Interpretation eine Rolle spielen. Ich habe sechs qualitative Interviews durchführt. Fünf von den sechs interviewten dänischen Personen sind entweder in Nord- oder Süddeutschland tätig, und eine ist in Dänemark ansässig. Laut der Analyse, inspiriert von der Kulturstandardmethode, manifestieren sich folgenden Tendenzen:

In Norddeutschland enthalten Geschäftsgespräche häufiger Smalltalk als im Süden - beispielsweise zum Thema Wetter - weil es neutral ist. In Süddeutschland ist der Alltag grundsätzlich von größerer Fröhlichkeit geprägt. Hierarchie ist stärker ausgeprägt in großen Unternehmen in Süddeutschland. Die Relevanz von äußerer Erscheinung und Kleidung ist von der Branche abhängig, ist aber nicht für alle Unternehmen in Süddeutschland gegeben. Im allgemeinen zeichnet sich jedoch in Süddeutschland ein größerer Fokus auf materielle Dinge ab. Im allgemeinen gilt die höfliche Anrede (Sie-Form) sowohl in Nord- als auch Süddeutschland nach wie vor als Standard. Englisch wird in größeren Unternehmen gesprochen, aber Kenntnis der deutschen Sprache wird bevorzugt. Deutsche Dialekte spielen keine Rolle in einer Geschäftsbeziehung, vielleicht aber in ländlichen Regionen Süddeutschlands. Privatleben und die deutsche Geschichte sind Tabu, es sei denn der Nord- oder Süddeutsche adressiert das Thema. Religion spielt eine größere Rolle in Süddeutschland – hat aber keinen Einfluss auf Wirtschaft, weder in Nord- noch in Süddeutschland. In Süddeutschland ist der Fokus auf eine Hochschulausbildung höher. Es ist von Vorteil einen akademischen Titel in einem dänisch-norddeutschen und dänisch-süddeutschen Geschäftskontext zu haben, ein entsprechender Mangel ist aber weder in Nord- noch Süddeutschland ein Hindernis. Finanzielle Sicherheit ist dem Deutschen sehr wichtig. Sowohl Norddeutsche als auch Süddeutsche identifizieren sich mit ihrer Arbeit in gleicher Weise wie Dänen. Je höher die Position desto stärker identifiziert sich die Person mit ihrer Arbeit. Zugänglichkeit außerhalb der regulären Arbeitszeit ist von Branchen und den einzelnen Mitarbeitern abhängig. Die Süddeutschen scheinen aber weniger erreichbar zu sein. Frauen mit Kleinkindern sind auf dem Norddeutschen Arbeitsmarkt stärker akzeptiert als in Süddeutschland.

EducationsMA in International Business Communication (Intercultural Marketing), (Graduate Programme) Final Thesis
LanguageDanish
Publication date2017
Number of pages270