Vorbeugende Verbraucherpolitik im Bereich neuer Technologien

Das Beispiel Nanotechnologien

Sabine Bietz, Lucia Reisch, Gerd Scholl

    Research output: Contribution to journalJournal articleResearchpeer-review

    Abstract

    New applications of nanotechnologies and nanomaterials are often associated with big market opportunities and high problem solving potential. This perception relates mostly to the segments of cosmetics, textiles, food and food packaging. At the same time, consumer and environmental organisations are critically watching these new technologies, as they imply near-to-body applications while their long-term effects and potential risks are still rather uninvestigated. The current discussion resembles earlier risk discourses, in particular the one on genetically modified food. The present paper pursues three aims: First, to give an overview of the development of consumers' perceptions concerning nanotechnologies in the past years; second, to identify challenges for an evidence-based consumer policy in the realm of nanotechnologies; and third, to propose and discuss possible options for consumer policy.
    Original languageGerman
    JournalVierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung
    Volume78
    Issue number3
    Pages (from-to)202-223
    ISSN0340-1707
    Publication statusPublished - 2009

    Cite this

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    title = "Vorbeugende Verbraucherpolitik im Bereich neuer Technologien: Das Beispiel Nanotechnologien",
    abstract = "Den neuen Anwendungen von Nanotechnologien und Nanomaterialien, vor allem in Kosmetika, Textilien, Lebensmitteln und Lebensmittelverpackungen, wird ein gro{\ss}es Markt- und Probleml{\"o}sungspotenzial zugeschrieben. Verbraucher- und Umweltorganisationen stehen diesen neuen Anwendungen jedoch durchaus skeptisch gegen{\"u}ber, handelt es sich doch um neue Technologien, die teilweise k{\"o}rpernah eingesetzt werden, gleichzeitig jedoch in ihren Folgewirkungen weitgehend unerforscht sind und an fr{\"u}here Risikodiskurse, wie die Gr{\"u}ne Gentechnik, erinnern. Eine fr{\"u}he Auseinandersetzung der Verbraucherpolitik mit dem Thema Nanotechnologien ist sinnvoll, um einen neutralen Risikodiskurs zu f{\"u}hren, bevor ideologische und politische Positionen verfestigt sind. Der vorliegende Artikel verfolgt drei Ziele: Zum ersten werden in einem {\"U}berblick empirische Ergebnisse zur Verbrauchereinstellung und -wahrnehmung in Bezug auf die Nanotechnologien vorgestellt. Dies basiert auf Verbraucherumfragen zum Thema Nanotechnologie, die in den letzten Jahren durchgef{\"u}hrt wurden. Zum zweiten werden Herausforderungen f{\"u}r eine evidenzbasierte Verbraucherpolitik in Form von Forschungsl{\"u}cken und Positionen von Verbraucher- und Umweltverb{\"a}nden sowie der Industrie aufgezeigt und zum dritten m{\"o}gliche Handlungsoptionen f{\"u}r die Verbraucherpolitik diskutiert.",
    author = "Sabine Bietz and Lucia Reisch and Gerd Scholl",
    year = "2009",
    language = "Tysk",
    volume = "78",
    pages = "202--223",
    journal = "Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung",
    issn = "0340-1707",
    publisher = "Duncker & Humblot",
    number = "3",

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    Vorbeugende Verbraucherpolitik im Bereich neuer Technologien : Das Beispiel Nanotechnologien. / Bietz, Sabine; Reisch, Lucia; Scholl, Gerd.

    In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Vol. 78, No. 3, 2009, p. 202-223.

    Research output: Contribution to journalJournal articleResearchpeer-review

    TY - JOUR

    T1 - Vorbeugende Verbraucherpolitik im Bereich neuer Technologien

    T2 - Das Beispiel Nanotechnologien

    AU - Bietz, Sabine

    AU - Reisch, Lucia

    AU - Scholl, Gerd

    PY - 2009

    Y1 - 2009

    N2 - Den neuen Anwendungen von Nanotechnologien und Nanomaterialien, vor allem in Kosmetika, Textilien, Lebensmitteln und Lebensmittelverpackungen, wird ein großes Markt- und Problemlösungspotenzial zugeschrieben. Verbraucher- und Umweltorganisationen stehen diesen neuen Anwendungen jedoch durchaus skeptisch gegenüber, handelt es sich doch um neue Technologien, die teilweise körpernah eingesetzt werden, gleichzeitig jedoch in ihren Folgewirkungen weitgehend unerforscht sind und an frühere Risikodiskurse, wie die Grüne Gentechnik, erinnern. Eine frühe Auseinandersetzung der Verbraucherpolitik mit dem Thema Nanotechnologien ist sinnvoll, um einen neutralen Risikodiskurs zu führen, bevor ideologische und politische Positionen verfestigt sind. Der vorliegende Artikel verfolgt drei Ziele: Zum ersten werden in einem Überblick empirische Ergebnisse zur Verbrauchereinstellung und -wahrnehmung in Bezug auf die Nanotechnologien vorgestellt. Dies basiert auf Verbraucherumfragen zum Thema Nanotechnologie, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden. Zum zweiten werden Herausforderungen für eine evidenzbasierte Verbraucherpolitik in Form von Forschungslücken und Positionen von Verbraucher- und Umweltverbänden sowie der Industrie aufgezeigt und zum dritten mögliche Handlungsoptionen für die Verbraucherpolitik diskutiert.

    AB - Den neuen Anwendungen von Nanotechnologien und Nanomaterialien, vor allem in Kosmetika, Textilien, Lebensmitteln und Lebensmittelverpackungen, wird ein großes Markt- und Problemlösungspotenzial zugeschrieben. Verbraucher- und Umweltorganisationen stehen diesen neuen Anwendungen jedoch durchaus skeptisch gegenüber, handelt es sich doch um neue Technologien, die teilweise körpernah eingesetzt werden, gleichzeitig jedoch in ihren Folgewirkungen weitgehend unerforscht sind und an frühere Risikodiskurse, wie die Grüne Gentechnik, erinnern. Eine frühe Auseinandersetzung der Verbraucherpolitik mit dem Thema Nanotechnologien ist sinnvoll, um einen neutralen Risikodiskurs zu führen, bevor ideologische und politische Positionen verfestigt sind. Der vorliegende Artikel verfolgt drei Ziele: Zum ersten werden in einem Überblick empirische Ergebnisse zur Verbrauchereinstellung und -wahrnehmung in Bezug auf die Nanotechnologien vorgestellt. Dies basiert auf Verbraucherumfragen zum Thema Nanotechnologie, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden. Zum zweiten werden Herausforderungen für eine evidenzbasierte Verbraucherpolitik in Form von Forschungslücken und Positionen von Verbraucher- und Umweltverbänden sowie der Industrie aufgezeigt und zum dritten mögliche Handlungsoptionen für die Verbraucherpolitik diskutiert.

    M3 - Tidsskriftartikel

    VL - 78

    SP - 202

    EP - 223

    JO - Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung

    JF - Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung

    SN - 0340-1707

    IS - 3

    ER -