Sozioökonomische Faktoren und kindliches Übergewicht in Europa: Ergebnisse der multi-zentrischen IDEFICS Studie

Karin Bammann, Wencke Gwozdz, Anne Lanfer, Iris Pigeot

    Publikation: Bidrag til bog/antologi/rapportKonferenceabstrakt i proceedingsForskningpeer review

    Abstrakt

    Einleitung: Ziel der Studie war es den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen sozioökonomischen Faktoren und kindlichem Übergewicht in verschiedenen europäischen Regionen zu untersuchen und mögliche Unterschiede zwischen den Regionen zu erklären. Methoden: Für die Untersuchung wurden die Querschnittsdaten des IDEFICS baseline survey ausgewertet. Dieser wurde in 8 europäischen Regionen (aus Belgien, Zypern, Estland, Deutschland, Ungarn, Italien, Spanien und Schweden) durchgeführt. 11,994 Kinder (50.9 % Jungen, 49.1 % Mädchen) und ihre Eltern wurden in die Analysen eingeschlossen. Der Gewichtsstatus der untersuchten Kinder wurde anhand des IOTF Kriterium definiert (Cole, 2000). Für die Analysen wurde
    in Anlehnung an Helmert (Bammann & Helmert, 2001) der sozioökonomische Status (SES) mit Hilfe eines additiven Indikators gemessen. Weitere sozioökonomische Indikatoren auf Mikro- und Makroebene wurden einbezogen. Ergebnisse: In fünf der acht untersuchten Regionen (Belgien, Estland, Deutschland, Spanien und Schweden) wies die Prävalenz des kindlichen
    Übergewichts einen inversen SES Gradienten auf. In den drei anderen Regionen (Zypern, Ungarn und Italien) wurde keine Assoziation zwischen SES und kindlichem Übergewicht gefunden. Die Beziehung zwischen SES und kindlichem Übergewicht in den einzelnen Regionen erklärte sich am besten über den landesspezifischen Human Development Index (UNDP, 2008) und dem regionsspezifischen mittleren Haushaltsäquivalenzeinkommen. Ergebnisse für weitere sozioökonomische Faktoren werden vorgestellt, sie ergeben jedoch kein klares Bild zwischen den verschiedenen untersuchten Regionen. Diskussion: Die
    Studie zeigte einen heterogenen Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Faktoren und kindlichem Übergewicht in den 8 untersuchten europäischen Regionen. Eine Ausweitung der Untersuchung auf andere europäische Regionen wäre wünschenswert, ist aber derzeit nicht geplant. Erste Ergebnisse, die das Risikoverhalten der Kinder mit einbeziehen um effiziente Interventionsansätze in den verschiedenen SES Gruppen identifizieren zu können werden präsentiert.
    OriginalsprogTysk
    Titel7. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie. Populationen und Patienten: Epidemiologie als Brücke in eine gesunde Zukunft : Abstractband
    UdgivelsesstedRegensburg
    ForlagUniversität Regensburg
    Publikationsdato2012
    Sider25
    KapitelV40
    StatusUdgivet - 2012
    Begivenhed7. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie. 2012: Populationen und Patienten: Epidemiologie als Brücke in eine gesunde Zukunft - Regensburg, Tyskland
    Varighed: 26 sep. 201229 sep. 2012
    Konferencens nummer: 7
    http://www.dgepi2012.de/jahrestagung/einladung

    Konference

    Konference7. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie. 2012
    Nummer7
    LandTyskland
    ByRegensburg
    Periode26/09/201229/09/2012
    Internetadresse

    Citationsformater